Gutes Essen, gutes Trinken und gute Unterhaltung: der "Älpler-Abend" in Bezau!
Mit dem “Älpler-Abend” am 22. Oktober 2010 in den Bezauer Wirtschaftschulen (deren Schüler/innen den Abend auch unter fachkundiger Anleitung bewirteten) fand der Alma Alp-Blog 2010 einen würdigen und geselligen Abschluss.
Alma lud alle Älpler dazu ein, gut zu essen, gut zu trinken und einen kurzweiligen Rückblick auf den Alp-Blog serviert zu bekommen. Vier Alp-Blog-Alpen durften sich besonders freuen, weil ihre Blogger(innen) auch gekommen waren.
Die einführenden Worte sprach Josef Rupp, der den Älpler/innen auch die Markenphilosophie der Firma ans Herz legte:
Toller Erfolg für Alma. Alle waren gespannt und wir haben es geschafft. Daniel berichtet live und voller Stolz von der Käse Kaiser Gala vom Wolfgangsee.
Er muss ein wenig flüstern und kann daher seiner Begeisterung nicht den gewohnt impulsiven Ausdruck verleihen.
Bei der Käse Kaiser Gala am Wolfgangsee wurden am Donnerstag abend die begehrten Käse Kaiser für die besten österreichischen Käsespezialitäten verliehen.
Alma konnte mit dem Alma Wälderkäse einen Käse Kaiser in der Kategorie “Schnittkäse gschmackig” gewinnen. Wir freuen uns
Was macht wohl eine weiße "Juppe" auf dem "Älplerball"
Ja, die Älpler wissen nicht nur wie man den besten Alpkäse macht. Sie wissen auch wie man ordentlich “fäschtet”. Die erste und sicher beste Gelegenheit nach dem Alpabtrieb ist der Älpler-Ball der Landjugend in Alberschwende. Der Dresscode ist natürlich zünftig und immer “schneidig”.
Damit wäre wir auch schon beim Thema “Juppe”.
Ja, die Juppe ist was Besonderes im Bregenzerwald. “Juppe” so nennen die Bregenzerwälder ihre originale Tracht. Diese wird nach alter Tradition hergestellt und es gibt auch klare Bekleidungsregeln wer, welche Juppe, wann tragen darf. Besonders ist auch, dass eine Juppe
bei allen Bregenzerwälderinnen ob jung oder alt sehr hoch im Kurs steht und mit Stolz getragen wird. An sich kommt kaum eine Frau in der “Juppe” auf den Älpler-Ball. Dafür ist dieser Ball doch eine Spur zu zünftig. Aber eine “Juppe” war dort doch zu finden.
Die Firma Alma hatte anlässlich des Älpler-Balls in Alberschwende als Tombola Hauptpreis eine solche “Juppe” spendiert. Und so ist an diesem Abend für Jeanette Fetz als glückliche Gewinnerin der Traum einer eigenen Juppe in Erfüllung gegangen.
PS: Es sei hier noch erwähnt, dass die beiden anderen Hauptpreise eine Stihl Motorsäge und eine ordentliche “Brummel” (ziemlich große und laute Kuhglocke) im Saal auch einen Sturm der Begeisterung ausgelöst haben.
Ein Großteil der Alpen ist nach einer langen und wettertechnisch durchwachsenen Saison geräumt. Die Älpler sind entweder zurück im Talbetrieb, haben nach 100 Tagen durchgehender Arbeit einen wohlverdientem Kurzurlaub eingelegt oder sich den Saison-Bart abrasieren lassen. Familie Schneider von der Alpe Gemeine Finne hat eine Nachricht hinterlassen:
Einige wenige harren noch kurze Zeit aus, wie Familie Wirth auf der benachbarten Alpe Erles Finne:
Der Alma Alp-Blog bleibt! Das Projekt verfolgte das Ziel, einem breiten Publikum das wahre Alpleben auf unterhaltsame Weise etwas näher zu bringen: die wunderschöne Landschaft, die harte Arbeit und die wertvollen Erzeugnisse, allen voran der einmalige Vorarlberger Alpkäse. Wir danken daher recht herzlich allen Älpler/inne/n und Blogger/inne/n auf den 10 beteiligten Vorarlberger Sennalpen für ihren Einsatz!
Aber natürlich war das erst der Anfang. Für dieses Vorhaben brauchen alle Beteiligten einen langen Atem. Und wir brauchen IHRE Unterstützung! Empfehlen Sie uns weiter, erzählen Sie es Ihren Verwandten und Bekannten und informieren Sie sich hier, über unsere Facebook-Page oder unseren Twitter-Account. Besten Dank im voraus für Ihre Treue!
Ihr Alma Alp-Blog-Team:
Thomas Nussbaumer
Daniel Marte
Benjamin Greber
Werner F. Sommer
Manuel Gasser von der Alpe Gävis. Nach dem Willen des Publikums: Senner des Jahres 2010!
… die Blog-Alpen Gävis und Steris! Manuel Gasser konnte den Sieg in der Kategorie “Alpkäse 2010″ einheimsen, Christoph Schwarzmann jenen in der Kategorie “Alpkäse 2009″. Beide erhielten jeweils 20 Punkte und damit die Höchstnote. Käse in Vollendung! In Summe erhielten 6 Alpen des Alma Alp-Blog Auszeichnungen:
Kategorie V: Alpkäse 2010
- Bronze: Ober Überlud, Günther Nigsch, 18 Punkte
- Silber: Steris, Christoph Schwarzmann, 19 Punkte
- Silber: Oberdamüls, German Nigsch, 19 Punkte
- Gold & Kategoriesieger: Gävis, Manuel Gasser, 20 Punkte
Kategorie VI: Alpkäse 2009
- Bronze: Erles Finne, Norbert Wirth, 18 Punkte
- Bronze: Gävis, Stefan Hilbe, 18 Punkte
- Silber: Schöner Mann, Manfred Kohler, 19 Punkte
- Gold & Kategoriesieger: Steris, Christoph Schwarzmann, 20 Punkte
Manuel wurde vom Publikum auch zum Senner des Jahres 2010 gewählt! Der Preis der Fachjury ging ausnahmsweise nicht an eine Blog-Alp Summa Summarum eine gelungene Leistungsschau für 148 (!) Alp-, Berg- und Schnittkäse aus Heumilch, auf die ALLE Älpler/innen stolz sein können!
Zur Abrundung noch ein paar Schnappschüsse aus unserer Kategorie “dabei gsi”:
Familie Wirth von der Erles Finne, adrett wie immer (dabei war Stefanie noch gar nicht dabei, die kam erst später vom “Schaffa”). Norbert konnte sich über eine Bronzemedaille für seinen 2009er Alpkäse freuen!
Manfred und Gislinde Kohler von Schöner Mann. Hier handelte es sich noch um Vorfreude über die Silbermedaille für den 2009er Alpkäse.
Günther Nigsch (Ober Überlud) mit frisch geschnittenen Haaren blickt ernst wie immer (wenn eine Kamera auf ihn gerichtet wird). Dabei könnte er ob der Bronzemedaille für seinen 2010er Alpkäse doch lächeln, od’r?
Die Firma war auch dynamisch vertreten: Käseein- und -verkäufer, Benjamin “Juniorenweltmeister mit der Kettensäge 2002″ Greber und Daniel “Es gibt nur ein Gas: Vollgas!” Marte.
Heiße Diskussionen bei der Käseprämierung in Schwarzenberg.
16. September, kurz nach 9 Uhr in Schwarzenberg. Die interessierte Bevölkerung strömt in den Angelika-Kaufmann-Saal, um die besten Alpkäse der Saison zu kosten. Nachdem gestern die Fach-Jury in einer Blindverkostung ihre Favoriten gekürt hat, ist heute das Publikum dran. Hier sind allerdings die Alpen bzw. Sennereien und die Senner ersichtlich. Von den 10 Alma-Alp-Blog-Alpen haben 9 Käse eingereicht, teilweise in der Kategorie “10″ (junger Alpkäse) und/oder in der Kategorie “9″ (reifer Alpkäse).
Vor Ort haben wir Manfred Kohler von der Alpe Schöner Mann getroffen, der in beiden Kategorien eingereicht hat und ihn nach seinen Erwartungen befragt:
Hier ein Teil der eingereichten Alpkäse der Alma-Alp-Blog-Alpen:
Nicht frei von Überraschungen: die zweite Halbzeit des Alma Alp-Blogs!
Das war der Alma Alp-Blog 2010: 10 Wochen, 10 Blogger, etwa 60 Älpler, 260 Artikel, 849 Kommentare, fast 5 Tonnen Alpkäse, über 50.000 Liter Heumilch … Ein Überblick über die zweite Halbzeit (die erste hatten wir schon zusammengefasst):
Unser Osttiroler Ritchie (34) ist mit Freundin auf Oberdamüls bei Anja und German Nigsch angerückt. Erst zierte er sich, das Video-Equipment zu verwenden. Dann konnten wir ihn doch überreden. Ein Kalb kam zur Welt, die Community gab ihm den Namen “Zoe” und wir erinnern uns alle an die “Taufe”:
Iri (26) aus Oberösterreich brachte uns auf der Allrad-Alp Lingenauere bei Jodok Metzler viele Spezifika näher, unter anderem das traditionelle Vorarlberger Kartenspiel (“Jassen”), die “Wälder Schokolade” (“Gsig”) oder Eigenheiten beim Knobeln:
Anja (27) aus Kärnten verschlug’s auf die “Hardcore-Alp” Gaißtobel (Stichworte: Materialseilbahn und Plumpsklo) zu Werner Feuerstein. Sie durfte sich unter anderem im Käse-Ausheben üben:
Auf Ober Überlud im Großen Walsertal bei Günter Nigsch und Frank Martin überraschte uns das Wetter:
Mitte der Woche durften wir noch einen Kärntner, Christian Schwab (29), und gelegentlich auch Sepp Schnorcher auf der Alp begrüßen:
Den Abschluss machte Simon (27) aus der Steiermark bei Familie Wirth auf Erles Finne. Er entdeckte einen verspielten Hund (Benno), durfte mit zur Viehauktion und zu diversen Alpabtrieben und lernte einiges über die Ästhetik (Stichwort “Euterkunde”) und Qualität auf der Alp:
Die Kühe auf Erles Finne genießen die letzten Sommertage auf der Alp bevor es wieder zurück ins Tal geht. Aufgrund des reichlich vorhandenen Grases wird Familie Wirth die Alpbewirtschaftung noch zwei weitere Wochen fortsetzen.
Jeder weitere Tag bedeutet auch zwei große Käselaibe mehr, und um das geht es ja schlussendlich. Die 3-Stufen-Bewirtschaftung (Hof im Tal, Vorsäss, Hochalpe), das Alp-Nomadenleben, das frühe Aufstehen, das Pflegen der Alpwiesen und die nassheisse Arbeit in der Sennküche: der ganze Aufwand “nur” wegen dem Käs’. Aber wer den Käs’ probiert weiß dass sich der Aufwand lohnt.
Ich bin mittlerweile wieder in Wien. Die einwöchige 24-Stunden Live-Berichterstattung ohne Berührungsängste direkt vor Ort hat ihre Spuren hinterlassen: ich habe die Kühe nicht nur in mein Herz (unvergesslich: Gundi, Mona, Vroni, Veilchen uvm.), sondern deren Geruch auch in meine Kleidung und Haare eingeschlossen. Zu Hause Angekommen wurde ich erst mal unter die Dusche geschickt. Und die Lederhose – die ich wie es die österreichische Tradition will nur zum Schlafen ausgezogen habe – möge ich bitte irgendwo verstauen wo man sie nicht riecht. In unbeobachteten Augenblicken hole ich sie hervor, schnuppere daran und stell mir vor neben Mona und den anderen Kühen auf der Alpwiese zu liegen.
Pfiati miteinander und vielen herzlichen Dank an Familie Wirth!
Sonntag, 12. September, 13:16 Uhr: mit Simon verläßt der letzte Alp-Blogger Vorarlberg ...
10 Wochen, 10 Alpen, 10 Blogger … mit Simon verläßt der letzte Blogger der Alp-Saison 2010 Vorarlberg … Exakt um 13:16 Uhr ist sein Zug Richtung Osten abgefahren. Wir haben Simon und “seinen” Senner, Norbert Wirth, nochmal gebeten, ein Resumee über zwei gemeinsame Wochen Alp-Leben zu ziehen:
Während Bruni in Wien beim Erntedankfest am Heldenplatz noch fleißig Alpkäse verkauft …
… macht sich auch Simon, reich beschenkt, auf den Weg in die Bundeshauptstadt:
Es ist Alpabtriebszeit! Seit voriger Woche haben die Wäldler damit begonnen ihr Vieh von den Alpen zu treiben: ein alter Brauch der sowohl bei den Älplern als auch bei den Zuschauern großen Anklang findet. Wenn das Vieh und die Alpbewohner die Alpsaison gesund überstanden haben werden die Tiere prächtig geschmückt und zu Fuß ins Tal getrieben. Vielen Kühen werden dabei dicke Glocken – “Brummler” – umgehängt die einen Höllenlärm machen.
Es gibt Abtriebe die mit mehr als 150 Stück Vieh 40 Kilometer zurücklegen. Da dabei reguläre Straßen benutzt werden ist ein Verkehrschaos vorprogrammiert. Manch ein Autofahrer der glaubt es besonders eilig zu haben verliert dabei schon mal die Nerven, aber im Bregenzerwald hat man sich nun mal nach der Natur bzw. nach dem Vieh zu richten.
Lärm im Tunnel: Ein Abtrieb Richtung Schwarzenberg
Ein Abtrieb Richtung Mellau
Ich hatte den Eindruck als würden sich die Kühe gegenseitig in Trance “brummeln”. Ein auf jedenfall sehr erlebenswertes Schauspiel!