Christian Schwab (30 Artikel)29 Jahre, aus St. Andrä/Kärnten
Alp: Überlud
Senner:
Über mich: Der 29jährige Comedy-Autor Christian Schwab kommt aus St. Andrä in Kärnten und arbeitet seit Oktober 2002 für den Ö3-Wecker (Sepp Schnorcher, Schulerinnerungen der Spitzenpolitiker, die 2 Lofntola). So oft es geht ist Christian in der Villacher Eishalle mit dabei und feuert seinen Verein, den VSV, an.
Es ist parodox, ein Alptag beginnt ganz früh und endet meist spät, und dennoch ist die Zeit viel zu schnell vergangen. Es ist Zeit Abschied zu nehmen von Alpe Ober Überlud. Günter, Frank, Andrea, Laurena, Alina und Emilian sind mir rasch ans Herz gewachsen und am Ende bleibt mir jetzt einfach nur “Danke” zu sagen. Danke für 4 wunderschöne Tage.
Schönen Sonntag Morgen von der Alpe Ober Überlud! Heute wird der Frage nachgeangen, welche Auswirkung das Radioprogramm auf die Milchqualität hat. Und so klärt sich auch auf, warum die Milch von Frank und Günter gar so gut schmeckt
Rechtliche Anmerkung zum Video: Bei diesem Video sind weder Mensch noch Tier zu Schaden gekommen. Alle Beteiligten in diesem Video haben freiwillig mitgemacht und wurden nicht von mir gezwungen.
Rupp hat vom Käs das beste Eck - doch Schwab war leider weg
Heute nachmittag war ich 4 1/2 Stunden unterwegs auf die Biberacher Hütte und wieder retour.
Bin erst um 14h weg, daher war mit Schneckentempo heute nichts mehr zu machen
Nebel des Grauens zog auch noch auf:
Nicht ungefährlichwaren auch die kilometerlangen Gletscherfelder
Es gab aber auch Wegweiser, die mir sehr gefallen haben. Man beachte die Zeitangabe.
Der Hüttenaufenthalt war dann so kurz wie dieses Video:
Diese Foto und Videobeweise waren mir jetzt sehr wichtig, denn kaum auf der Alpe Ober Überlud angekommen, habe ich von Günter und Frank erfahren, dass am Nachmittag der Vorstandsvorsitzende von Rupp, Dr. Josef Rupp, und auch sein Marketingleiter Thomas Nussbaumer mit seinen beiden Söhnen da war, um nachzusehen, wie es mir so geht. Meine Herren, es gibt mich wirklich hier auf der Alp, ich war echt nur 4 1/2 Stunden weg Und ja danke für den Besuch auf jeden Fall!
Abschließend zu heute möchte ich noch dem Mann mit dem coolsten Vornamen von Bludenz bis Nebraska zu seinem heutigen Geburtstag gratulieren. “Unser” Ehrenfried wird heute 66 und wir werden ein Stiftle auf ihn trinken. Und weil ich schon dabei bin, herzliche Geburtstagsgrüße auch ins heimatliche Lavanttal an meine Taufpatin und Tante Helga. Ich glaube, damit habe ich mich nun heimlich als Moderator für das “Radio Vorarlberg – Wunschkonzert” beworben. Also wünsch ich allen die heute Geburtstag und Nícht-Geburtstag haben eine Gute Nacht von der Alp!
Irgendwo hier drinnen muss der Fisch sein. Sepp Schnorcher deckt auf.
Kühe, Schweine, Hunde, Katzen, Hühner … das sind und wären alles Tiere, welche man auf einer Alp erwartet. Aber auf einer Alp gibt es auch Fische und sie werden täglich gefangen. Solche Kuriositäten kann nur einer aufklären, Sepp Schnorcher.
Frank und ich sind unterwegs, um die Rinderherde auf die Weide zu bringen. Während Frank ganz vorne alles unter Kontrolle hat, versuche ich mich am anderen Ende mehr oder weniger erfolgreich als “Kuhflüsterer”
Wir haben unseren ganzen I-Kuh eingesetzt, um eine Euterei auf der Bounty zu verhindern. Aber Frank und ein bisschen ich haben es am Ende geschafft, die Kühe stehen auf einer herrlichen Weide oder um es anders zu formulieren, das letzte Mal haben Bullen bei Paris Hilton ein so tolles Gras vorgefunden. (Anmerkung: ja ich weiß, es sind keine Bullen dabei, aber es wäre schade um den Gag gewesen)
“Ein perfekter Alp Tag ist heute, kein Regen und kaum Sonne, da grasen die Kühe am besten” verrät mir Frank. Es ist also heute sein Lieblingswetter, dementsprechend gut gelaunt werden die Kühe aus dem Stall getrieben. Mich hat er dazu als Helfer auserkoren. Ob das Franks gute Laune nicht doch noch verderben könnte?
Wie heißt ein alter Spruch: “Eine Kuh macht Muh, viele Küche machen Mühe”
Werden wir die Kühe auf die Weide bringen? Der “Rinderwahnsinn” geht in Kürze weiter
Schwein oder nicht Schwein - das ist hier die Frage!
Andrea hat mich heute mit einheimischen Spezialitäten verwöhnt. Zum Frühstück gabs Riebel und zu Mittag die Nationalspeise Käsknöpfle (beide Rezepte im übrigen auf der Kochbuch-Seite). Hervorragende und noch dazu vegetarische Kost. Es muss nämlich nicht immer Fleisch sein, für diese Erkenntnis braucht man nicht unbedingt den neuen Sachbuchbestseller “Tiere essen” von Jonathan Safran Foer lesen, sondern ein Besuch hier auf der Alp tut es auch. Die Kühe und die Schweine sind hier einfach selbstverständlicher Teil des Zusammenlebens. Nicht selten blickt beim bloggen eine Kuh zum Fenster rein, nicht selten hör ich beim Video hochladen ein Schwein grunzen. Doch ungerecht ist das Leben auch in der Tierwelt, während die Kühe geschmückt in der kommenden Woche einen feierlichen Almabtrieb haben werden, kommt für die Schweine heute in der Nacht ein schlichter Transporter und führt sie dorthin, wo noch kein Schwein je wiedergekehrt ist. Obwohl die Alpenschweine ein wirklich saugutes Fleisch ergeben, ist es hier für mich moralisch schwieriger ans Fleischessen zu denken, als zum Beispiel vor der Wursttheke beim Supermarkt. Aber irgendwo her muss das Wiener Schnitzel ja kommen, und hier haben die Schweine wenigstens einen wirklich guten Sommer gehabt, das kann ja auch nicht jeder von sich behaupten. Um mit solchen Gedanken besser klar zu kommen, wurde uns der Humor geschenkt, daher ist zu Verabschiedung der Schweine auch “Sepp Schnorcher” hingegangen, ich persönlich hätte das nicht geschafft.
Am Nachmittag ging es noch ein paar Höhenmeter weiter rauf. Günter reinigte den Hoch-Stall. In diesem haben die Kühe im Hochsommer für 6 Wochen ihre Heimat
Frank wurden im Sommer auch einige Steine in den Weg gelegt. Die wurden heute weggeräumt.
Für den Abtransport waren dann Alina und Laurena verantwortlich. Keine Sorge, gefahren ist eh die “Ältere”
und so herrlich war und ist das Panorama heute Nachmittag
und beim Spaziergang rauschte auch noch der Wildbach
Mittlerweile ist es hier auf Ober Überlud taghell geworden, aber es ist noch immer richtig früh. Die Kühe hier machen den Eindruck, als möchten sie auch gerne bis 9 Uhr schlafen. Aber wieso sollten sie es besser haben als ich?;-) Gemolken sind sie schon, jetzt wird sie Frank gleich auf ihre Weide bringen. Währenddessen macht sich Günther vom Stall wieder auf in die Senn. Meine Theorie, die Käseproduktion könnte doch ruhig erst am späten Vormittag beginnen, hält dem Praxistest nicht stand.
4h 46 – “Günther, stehen wir dann langsam auf und trinken einmal einen Kaffee? Günther? Günther?”
Ich halt es nicht aus! Senner Günther hat wirklich nur eine Minute vom Weckerläuten bis zu seinem Arbeitsplatz in die Senn geschafft. Während ich noch mein Gewand zusammensuch steht er schon in der weißen Sennschürze um die ersten Arbeitsschritte zu erledigen. Doch schon ein paar Minuten später, stehe ich nicht mehr neben mir, sondern neben Günther.
Unglaublich, es wird erst 21 Uhr aber ich mache mich dann langsam ins Land der Träume auf. Erstens war der heutige Tag sehr anstrengend, Schnäpsle, Nudelauflauf, Heidelbeer-Joghurt, 2mal Kaffee und Kuchen und eine Jause am Abend, das muss man erst einmal schaffen, vor allem, wenn man erst um 14 Uhr angekommen ist, und zweitens gehts morgen um 5 Uhr früh los. Senner Günther wird mir seine Käsekunst zeigen. So und jetzt werden zum Einschlafen Kühe gezählt, 50 wären ja da auf Ober Überlud. Und heute habe ich auf alle Fälle einen Alptraum. (dieses Wortspiel konnte ich nicht auslassen). Gute Nacht!
Hier auf der Alp geht alles noch seinen natürlichen Weg und der Tagesablauf ist von früh bis spät geregelt. Doch auch hier ändert sich das rasch, wenn Medienleute in das Geschehen eingreifen. Presse-Fotograf Dietmar erwartet mich nach dem Schnaps und Andreas herrlichem Nudelauflauf (Nachspeise: ein selbergemachtes Heidelbeerjoghurt, welches in der Natur ganz anders schmeckt, nämlich viel besser). Und ich mache das was man heutzutage am besten können muss: sicheres und freundliches Auftreten vor der Kamera bei völliger Ahnungslosigkeit. Darunter fallen Holz hacken, Käse schöpfen und einsalzen und Kühe füttern. Für letzteres wurden 4 Kühe einfach von der Weide geholt und für sie völlig ungewohnt mitten am Nachmittag in den Stall gebracht, wie folgendes Video zeigt:
Und diese Fotos wurden danach gemacht. Der Jungbauernkalender ist nichts dagegen
Zug fährt in Bludenz ein, dort wo die Kühe angeblich Lila sind
Internationaler hätte die Anreise nicht sein können. Eine ÖBB-Zugfahrt, durchgeführt von der Deutschen Bahn und eine afrikanische Kellnerin serviert zum Frühstück im Speisewaagon ein Rührei mit dänischem Speck. Warum ausgerechnet dänischer Speck auf einer Strecke zwischen Wien und Bludenz auf den Teller kommt, können sicherlich Globalisierungsgegner bzw. -befürworter je nach Standpunkt beantworten.
Meine Aufgabe ist es zu erklären wie heimischer Käse von einer Vorarlberger Alp ins Tal und später zum Supermarkt Ihres Vertrauens kommt. Und wenn das gelungen ist, dann müssen wir es nur noch schaffen, dass der Alpkäse von der Ober Überlud in einem Zug von Kopenhagen nach Bröndby serviert wird.
Auf jeden Fall bin ich gut auf der Alp angekommen und wurde hier auf das allerherzlichste aufgenommen, wie folgendes Video beweist:
Die Woche auf Ober Überlud geht weiter mit Christian Schwab ...
Sichtlich wohl fühlen sich die Kühe zurück auf der Weide, nachdem sie die letzten Tage wetterbedingt im Stall verbringen mußten und mit Heu gefüttert wurden:
Gestern war ein herrlicher Tag und der Schnee ist weitgehend abgeschmolzen. Gleich geht’s ab ins Alpblog-Mobil nach Bludenz, wo um 12:36 Uhr Christian Schwab ankommt. Danach übernimmt er meinen Job und mir bleibt nur, der Belegschaft von Ober Überlud herzlich zu danken. Schöa isches gsi!
Ober Überlud hat einige technische Gusto-Stückerln, die man auf anderen Alpen vergeblich sucht.
Die Leistung, die unser dynamisches Duo hier jeden Sommer vollbringt, wird durch Technik massiv erleichtert bzw. erst möglich gemacht. Wir kommen jetzt auch zur Auflösung der Frage, wieso hier ein Hydrant anzutreffen ist
Der Strom kommt aus der Steckdose, aber nicht aus dem öffentlichen Netz. Ober Überlud hat ein eigenes kleines Kraftwerk!
Generator und Turbine sind in der Sennerei untergebracht. Aus zwei Tobeln wird Wasser über Speicher abgezogen (siehe Foto) und über eine Druckleitung 140 Meter nach unten an diesen Punkt geschickt.
Die Druckleitung erklärt auch den Hydranten. Er bietet im Brandfall die Möglichkeit, schnell über Wasser zu verfügen. Dazu ist auch entsprechendes Zubehör vorhanden:
Die Sache mit dem High Speed Internet ist eher zufällig entstanden. Ein Unternehmer in Bad Rotenbrunnen vis a vis benötigt eine gute Netzanbindung und benutzt die Alp als “Spiegel”, damit das Signal bei ihm landet:
Unter dem Giebel von Frank’s Hütte befindet sich der Schlüssel zum Netz der Netze. Tatsächlich ist auch auf der Alp für diversen Papierkram ein guter Internetzugang durchaus hilfreich!
Es gibt auch noch etwas weniger ausgefallene Technik-Artefakte, die man aber nicht auf jeder Alp findet. Von weithin ins Auge sticht beispielsweise der Scherenbagger, mit dem der Mist manipuliert wird:
Auch ein Milchtank ist vorhanden, um während der 6 Wochen im Oberlager die Milch in die Sennerei zu transportieren:
Der Milchtank wird mit dem Jeep gezogen, der ein Beispiel dafür ist, dass auf der Alp die Funktion wichtiger ist als die Ästhetik:
Noch erwähnenswert ist die Materialbahn, die durch die gut ausgebaute Straße allerdings an Bedeutung verloren hat:
Zum Abschluss noch ein kleines Video, das dokumentiert, welchen Einsatz Alp-Blogger/innen und Älpler teilweise für ein einziges Foto leisten:
Vor dem aktuellen dynamischen Duo (Günther Nigsch & Frank Martin) war schon ein anderes auf Ober Überlud aktiv, nämlich die Väter der beiden: Ehrenreich Nigsch und Kilian Martin. Ehrenreich ist heute Alpobmann und war 1969 bis 1985 auf der Alp, Kilian sogar bis vor 6 Jahren fast 50 Sommer lang!
Ehrenreich (was für ein cooler Vorname, od’r?) erklärt uns, dass früher jeder Bauer mit Familie in seiner eigenen Hütte war. Ursprünglich waren es 5 Hütten. Eine ist verfallen und die Weiderechte wurden von 3 anderen aufgekauft.
Mit anderen Worten waren früher schätzungsweise über 20 Leute auf der Alp. Durch den technischen Fortschritt ist es möglich, dass die heutige Besetzung viel kleiner ist. Natürlich ist es auch ein Zeichen dafür, dass hier keiner reich wird! Ehrenreich betont, dass man aus Leidenschaft Älpler ist, nicht des Geldes wegen. Umgelegt auf 100 Tage durchgehender Arbeit hätten Günther und Frank einen kargen Stundenlohn.
In den 300 bis 400 Jahre (!) alten Hütten sind Ställe und Heuböden mittlerweile umfunktioniert und es läßt sich hier gut hausen:
"Unser Ländle", mit allen wichtigen Infos für Bauer und Bäuerin.
Unseren aufmerksamen Blogger/inne/n ist aufgefallen, dass das zentrale Informationsmedium der Älpler/innen “Radio Vorarlberg” ist. Diese Wahrnehmung bestätigt sich auf Ober Überlud, wird sich aber mit der Ankunft von Christian Schwab schlagartig ändern. Schon jetzt kommen die Kühe in den “Genuss” von Ö3 Hier gibt’s natürlich auch das Internet als Option.
Auch die Mitteilungen der Landwirtschaftskammer (“Unser Ländle”) werden regelmäßig konsumiert … übrigens: auf der aktuellen Ausgabe ist am Titel rechts Andrea Schwarzmann (Alpe Steris) zu sehen!
Kühe und Schweine teilen sich einen Stall auf Ober Überlud.
Auf Ober Überlud gibt es 50 Küh von 8 verschiedenen Bauern, 36 Stück Jungvieh, 30 Schweine sowie je 2 Katzen und Hasen … und natürlich derzeit Whiskey.
Die Kühe verbringen ob der Witterung aktuell die meiste Zeit im Stall.
Die Schweine befinden sich im “Westend” des Stalls, gleich neben den Kühen.
Die beiden Zwerghasen sind strikt getrennt, damit es keinen Nachwuchs gibt.
Whiskey zeigt sich noch sehr fasziniert vom Schnee, weil er erst im Februar zur Welt gekommen ist.
Die Freude über die mittlerweile liegen gebliebene weiße Pracht auf der Alp hält sich in sehr engen Grenzen. Sicht gleich 0 und Temperatur knapp über dem Gefrierpunkt (1.5°C). Sieht zur Zeit so gar nicht nach Alp-Romantik aus, aber die Arbeit geht weiter: die Kühe sind gemolken, bleiben im Stall, werden mit den Heureserven verköstigt und Günther ist am Einlaben. Aber, seht selbst:
Die Alpe Ober Überlud besteht als typische Walser Alpe aus einem Unterlager (ca. 1.580 m) mit 6 Gebäuden und einem Oberlager (ca. 1.710 m) mit 5 Gebäuden. In Summe gut 300 ha, wovon gut 100 Weideland sind. Das “Unterlager” besteht aus dem Stall, der Sennerei und 4 Hütten, wovon eine von Frank + Familie und eine von Günther bewohnt wird. Die anderen beiden werden fallweise von Jägern bzw. Feriengästen genutzt.
Im Oberlager sind “nur” Ställe. Dort wird gemolken und die Milch in die Sennerei geführt. Die ersten und letzten 4 Wochen sind die 50 Kühe im Unter-, die 6 Wochen dazwischen im Oberlager.
Das dynamische Duo von Ober Überlud sind Senner Günther (33) und Hirt Frank (34). Günther ist seit 2006 auf der Alp und ist im Winter im Sportartikelgeschäft; Frank ist seit 2004 auf Ober Überlud und ansonsten Zimmermann. Für’s leibliche Wohl sorgt Frank’s Frau Andrea (31), der Sonnenschein sind deren drei Kinder, Alina (8), Laurena (5) und Emilian (1). Zu Gast ist gerade Frank’s Cousin aus der Schweiz, Bruno … und er hat Whiskey mitgebracht!
Mittlerweile ist die Alp schon etwas "angezuckert" ...
Den Kühen taugt der Schnee nicht so recht. Frank (der Hirt) ist hektisch vom Frühstück aufgesprungen, als sich das “Veah” von der Oberalpe instinktiv Richtung Tal auf den Weg machte. Aber keine Sorge, die “Braunen” konnten noch rechtzeitig abgefangen werden:
Eine flüchtende Kuh schaffte es bis zum Alpblog-Mobil:
Laut Senner Günther haben wir genug Feuerholz, um nicht erfrieren zu müssen :)
Die Metereologie hat ohne Zweifel Fortschritte gemacht … es schneit!
Nachdem sich der Schlafsack in der Nacht im Obergeschoss von Günthers (der Senner) Hütte als äußerst nützliches Utensil erwiesen hat, liesen sich nach einer kurzen Aufwärmphase in der gut geheizten Stube vor der Hütte doch glatt die ersten Schneeflocken ausmachen. Wie gesagt: Ende August, rein metereologisch Hochschommer! Das Beweisvideo:
Heute Vormittag nahm Anja sehr emotional Abschied von den Feuersteins auf Gaißtobel … bei kalten 3 Grad Plus! Ein letztes Mal mit der Gondel und ab ins Alpblog-Mobil, das sie wunschgemäß in die Schweiz zu Verwandten brachte. Anja hat uns auch noch Material überlassen, das wir sichten und an geeigneter Stelle einbauen werden.
Nächster logischer Schritt wäre die Ankunft von Christian Schwab, der allerdings aus terminlichen Gründen noch bis Donnerstag auf sich warten läßt Daher haben wir in bewährter Manier die Talstation auf die Alp verlegt und überbrücken Euch die Zeit bis zur Ankunft von “Sepp Schnorcher”.
Nach einer schwungvollen Fahrt waren die 80 Kilometer bzw. 1.200 Höhenmeter von Lochau bis Ober Überlud in etwas mehr als einer Stunde überwunden. Die ersten Eindrücke der Alp sind außergewöhnlich. Ein Beispiel:
Auf keiner anderen der 10 Alpen gibt es einen Hydranten! Zweites Novum: hier gibt es High Speed-Internet! Für einen Blogger freilich eine feine Sache Wir werden allen diesen ungewöhnlichen Dingen in den nächsten Tagen auf den Grund gehen!
Einige Facts zur Alpe könnt ihr der Tafel entnehmen, die auf der Sennerei angebracht ist:
Übrigens: aktuelles Thema ist nicht mehr der Bilgeri-Film, sondern der Schnee (!). Es ist Schneefall bis 1.500 Meter angesagt und wir befinden uns … auf 1.570 Meter!
Wollte nur anmerken, dass mir die Alp-Blog Seite hier wirklich sehr gut gefällt. Lediglich die Blogleiste mit uns Alpenbesuchern erinnert mich sehr an die Seiten der Castingshows wie “Starmania” oder noch härter wie das “RTL Dschungelcamp”.
Wir die Alpe doch härter als angenommen? Müssen wir auch dort Alpenprüfungen bestehen? Ich bin mir der Ruhe und Idylle nicht mehr sicher. Soeben habe ich nämlich meine Sozialversicherungsnummer und mein Geburtsdatum angegeben, einen Vertrag unterschrieben, in dem ich bestätigt habe, dass das frühere Verlassen der Alpe Konsequenzen für mich hat und noch dazu musste ich meine Schuhnummer für die “Sennstiefel” (mein Wort der Woche) bekanntgeben.
Bei Internetseiten von Castingshows werden die ausgeschiedenen Kandidaten dann immer grau angezeigt. Es gibt Hoffung – alle Alp-Blogger sind noch bunt, die Alpenprüfungen wurden bisher überlebt. Aber für den Notfall lasse ich mir jetzt auch einen der Dschungelshow ähnlichen Ausstiegssatz in den Vertrag schreiben: “Ich bin ein Schwab – holt mich hier raus”!
Der künftige Arbeitsplatz von "Sepp Schnorcher", die Alpe Oberüberlud.
Als kleiner Bub habe ich zu meiner Mutter beim Jausnen oft gesagt: “ich hätte gerne den Käse mit der Frau drauf”. Mittlerweile bin ich groß geworden und weiß, dass der Käse mit der Frau drauf von Alma kommt. Ich bin aber noch nicht so groß geworden, dass ich weiß, wie dieser Käse gemacht wird. Das wird sich aber auch in ein paar Wochen ändern. Vom 2. – 5. September hab ich die Freude mir das auf einer Voralberger Alpe anzusehen.
Damit ein offizielles Hallo auf meinem Blog oder wie es mein Alter ego Sepp Schnorcher formulieren würde: “Grüß Gott beim Alma Alp-Blog, grüß Gott banand. Der Aufenthalt auf der Alpe wird sicher recht a liabe Gschicht und ein paar alte Bauernregeln werden sich dort auch finden.”
Ich bin etwas verspätet in den Blog eingestiegen, weil wir seitens der Ö3-Wecker Comedyabteilung jetzt auch durchgehend im WM Fieber waren. Aber hier ist schon die nächste Parallele zu finden. Spanien hat sich in Vorarlberg auf die Weltmeisterschaft vorbereitet und was ist passiert, sie sind Weltmeister geworden. Das liegt wohl auch daran, dass David Villa, Iker Casillas & Co in im Ländle gelernt haben wie man Käse richtig verarbeitet und so haben sie mit den Holländern dann am Ende doch keine Probleme gehabt. So gesehen erwarte ich mir von meinem Alpenhöhentrainingslager wirkliche Wunderdinge, mindestens einen Comedypreis, der weltweit anerkannt ist. Und wer weiß, vielleicht lerne ich die Frau am Käse auch einmal persönlich kennen und kann sie dann mitheimnehmen und meiner Mutter persönlich vorstellen. Wie würde Sepp Schnorcher dazu sagen: “Ja, das wär a recht a liabe Gschicht.”