Michael Kölbl (13 Artikel)33 Jahre, aus Wien

Alp: Gemeine Finne

Senner: Reinhard Schneider

Über mich: Michael Kölbl (33) lebt und arbeitet in Wien. Freunde nennen ihn einen Familienmenschen, aber auch Eigenbrötler - und beides stimmt. Er mag Praktisches wie Unpraktisches, liebt die Natur wie Kunst und Kultur, gute Gespräche und spontane Aktionen.

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10
Jul.

Vertrauen heißt das Zauberwort von Michael Kölbl , auf der Gemeine Finne

Traue dem Leben. Das ist die Essenz dieser Woche Alp-Blog, sie steht für die Menschen die ich kennen lernen durfte, für ihre Art des Miteinander, den guten Abstand, einem, der Nähe ermöglicht.

“Bodenständigkeit” hat für mich massiv an neuer Qualität gewonnen, man könnte sie so umschreiben: “In Ruhe und Gelassenheit wach von Augenblick zu Augenblick schreiten, besonnen, offen für jede Begegnung, immer an der Sache sein, interessiert an ihrer Natur, sicheren Tritts unterwegs, egal wohin der Pfad grad führt.”

Die Schneiders sind besonnene Eltern. Kein einzig hartes Wort zu den Kindern hab ich vernommen, eine liebevolle Erziehung mit klaren Regeln, klaren Ansagen und viel Sanftmut. Die haben einfach die Ruhe weg!

So sorgsam sie im Umgang miteinander sind, so wichtig ist ihnen die Natur. Reinhard spricht aus dem Herzen, wenn er von seinen weiteren Plänen für die Alp erzählt: Er will sie möglichst naturbelassen bewirtschaften, dafür nimmt er gerne eine vermeintlich geringe Ausbeute in Kauf und setzt auf, wie er es nennt, “gesundheitsfördernde” Lebensmittel, naturbelassen und ursprünglich.

"Flora", hier fangen die Namen aller Kühe mit einem F an

Puten unter freiem Himmel

"Reaf", ein Lastenrucksack

PS: Die Schneiders empfangen gerne Schulklassen auf der Alp, Reinhard hat hierzu eine pädagogische Ausbildung absolviert, er zeigt den Kids spielerisch und über alle Sinne die Vielseitigkeit dieser unverwechselbaren und schützenswerten Natur, gut so!

10
Jul.

Der Bulle von der Erles Finne von Michael Kölbl , auf der Erles Finne, Gemeine Finne

Nachbar Norbert hat Nachwuchs im Stall, einen kleinen Bullen, nach kurzer Zeit steht er bereits, noch etwas wackelig:

10
Jul.

Kinder der Berge von Michael Kölbl , auf der Gemeine Finne

Rosemarie bekommt Besuch auf der Gunten, zum Singen steigen sie hoch zu ihr, ein paar Leut aus der Umgebung, zuvor aber haben sie uns hier in der Finne noch ein kleines Stelldichein zum Besten gegeben:

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09
Jul.

Unten wie oben von Michael Kölbl , auf der Gemeine Finne

Fahrt mit dem Alpaufzug

Uff, heute (Freitag) war ja jede Menge los, kaum Zeit zum Bloggen, obwohl getippt hab ich schon, aber alles der Reihe nach:

Zeugnis – Medien – Aufstieg und Fall

Zeugnis
Schulschluss in Vorarlberg, Bernadette ist früh mit den Kindern ins Tal gefahren, Elisa ist sichtlich erleichtert zurückgekehrt, ihre Noten sind gut, einen ausgezeichneten Erfolg hat sie obendrein eingeheimst, denn ihr Querflötezeugnis ist per Post eingetroffen, im Tal, hier hoch kommt kein Briefträger.
Theresa ist noch zu jung für die Schule, aber auch sie ist nun wirklich in den Ferien angekommen, die Schmelga und Jonas spielen den ganzen Tag ausgelassen. Oma Rosemarie war auch zu Besuch, wir konnten uns verabschieden, sehr herzlich, aber kurz, denn sie musste wieder auf die Hochalp und ich werde vermutlich nicht mehr hoch gehen, die Zeit fliegt dahin, als Blogger…

Medien
Apropos Zeit: Jede Menge Medienleute waren heute zu Besuch, bei Nachbar Norbert und hier bei den Schneiders. Die ausgedehnten Interviews bringen den Tagesablauf der Sennen gehörig durcheinander – eine große Herausforderung, denn dem Vieh ist das egal und schließlich wollen wir ja erstklassige Milch für den Alp-Käs! Ach ja, getippt hab ich eine Menge, aber dabei mehr posiert als zusammenhängende Sätze gebildet, denn Beiträge zu schreiben während du abgelichtet wirst nervt, zumindest mich.
Aber der ORF-Besuch war mir sehr willkommen, hatten sie doch nicht nur großes Interesse am Käsen, sondern auch an meiner Alp-Performance:

Vom Aufstieg zum Fall ALPAUFZUG
Das Geheimnis um mein Mitbringsel aus Wien habe ich bereits gestern gelüftet, aber heute es selbst, seht selbst:

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PS: Zwei Tipps für Alp-BloggerInnen, 1.: Ein nach unten geöffneter Laptop erweist sich auch als gute Taschenlampe für nächtliche Ausflüge zu Orten mit Netzempfang, aber auch als Insektenmagnet; 2.: “Zwickende” Zeune überquert man am elegantesten indem man sie mit dem Fuß zu Boden drückt!

09
Jul.

Die Finne in Morgenröte von Michael Kölbl , auf der Gemeine Finne

Senntücher in der Morgenröte

Um 5:30 Uhr geht die Sonne auf, falsch, die Tage werden schon wieder kürzer und hier oben zeigt sich das deutlich, sie taucht jetzt erst nach 5:45 Uhr am Firmament auf. Der erste Motormäher brummt aus einiger Entfernung auf, Reinhard hat das Vieh längst in den Stall zum Melken getrieben, Bernadette ist nun auch unten in der Hütte und richtet Frühstück, es wird gleich 6 Uhr. Überhaupt, die Tage hier droben sind von Arbeit geprägt, “Zu schaffen gibt’s immer was, da bräuchtest nit aufhören”, höre ich öfter.

Bernadette fährt heute mit zweien ihrer “Schmelga” (Mädls) und Jonas ins Tal um das Schulzeugnis abzuholen, um 8 Uhr müssen sie bereits in der Kirche zum Schulabschlussgottesdienst sein. Sarah, die älteste Tochter, bleibt hier, sie ist massiv beinträchtigt – 7 große Operationen im Bauchraum hat das Schmelga schon hinter sich gebracht, 10 Jahre ist sie alt. Die Schneiders als Eltern verlangen mir größten Respekt ab, Bernadette strahlt eine derartige Gelassenheit und Ruhe aus, als ob sie gar nicht alle Hände voll zu tun hätte, sie wirkt, als ob immer noch ein wenig mehr ginge.

Wie oft ich schon miterleben musste wie quängelnden Kindern blanker Zorn entgegnet wird, damit sie doch endlich still und brav – also ruhig – seien, hier oben in der Finne ist das anders. Die Kinder hier heulen genau so oft wie anderenorts auch, aber wenn, dann heulen sie nicht lange, sondern lachen und kudern alsbald wieder, ihre Eltern machen das toll, man bedenke: Vier Kinder, Sarah sitzt im Rollstuhl und erhält Nahrung über eine Sonde.

Kraft holen sich die Eltern bei den Abendausflügen, Sahra bleibt in diesen Stunden in der Hütte und es tut ihr offensichtlich gut, sie braucht Zeit und Ruhe für ihre eigene Welt.

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08
Jul.

Sturmfreie Hütte von Michael Kölbl , auf der Gemeine Finne

Ein traumhaft schöner Tag: Klarer Himmel, Sonnenschein, zwischendurch umstreift mich immer wieder eine Brise Bergluft. Die Schneiders sind samt Kindern ins Tal gefahren um dort ihre Felder zu “häuen”, eine harte und wenig abwechslungsreiche Arbeit. Ich sollte oben bleiben, schließlich hat das auch nichts mit dem Alp-Käs zu tun und im Tal ist es zudem um sechs Grad heißer. Nun gut, nachdem ich das letzte Video bis um drei Uhr in der Nacht grob geschnitten hatte und dann früh auf war um es fertig und online zu stellen, hab ich mir wohl einen ruhigeren Tag verdient, “od’rr”?

So ruhig ist er dann aber auch nicht geworden, denn ich habe ja die besagten Winkelstangen mitgebracht – für alle gut sichtbar am Dach des Autos montiert, aber der Zweck blieb vorerst ein Geheimnis. Großes Erstaunen hab ich damit ausgelöst bei den Älpern und auch sonst, aber das Staunen wurde noch größer als sie sie fertig montiert erblicken durften.

Sie kamen nach einigen Stunden pünktlich zurück, just in dem Augenblick als ich ihn fertig hatte, also das manifestierte Gedankengerüst, denn richtig fahren wird er erst morgen: Ja, es ist ein Alpaufzug.

Alpaufzug Gedankengerüst

08
Jul.

Grandioser Hochalp-Ausflug mit Pia, der Hirtenkatze von Michael Kölbl , auf der Gemeine Finne

Hirtenkatze Pia

Jonas im Kurzflug mit seinem Papa, drei Schritte links, rechts, dahinter geht's "brutal" bergab

Gestern Mittwoch: Der Rötler ist eine äußerst schmale, kurze Terrasse, rundherum geht’s “brutal” steil bergab, bergauf – selbst für Einheimische ist das steil, wie der O-Ton bestätigt! Etwas stolz bin ich jetzt schon, wenn auch die Kids hier schon von kleinauf hoch trippeln, wiewohl auch Jonas (siehe Foto) im Kurzflug bloß locker dahin kudert und sogar laut aufjuchzt, mir war beim finalen Aufstieg ordentlich mulmig zumute, wie auch beim Verweilen – denn ja, man muss ja auch wieder zurück und da schaust direkt runter neben den fußbreiten Bergpfad, der immer wieder zackig abfällt: 40-50 m bis das Gelände wieder etwas Halt böte.

Pia die Katze der Schneiders hat mir da aber den Schrecken genommen. Sie begleitete uns - den ganzen Weg hoch und zurück! -, auch die letzten Meter zum Rötler, stets sicheren Tritts, immer aufmerksam zuwartend, wie ein treuer Hirtenhund, aber auch Rosemarie, die den Sommer über in der Gunten auf’s Jungvieh schaut, gab mir einen sehr guten Ratschlag zum Abstieg: “Auf den Geruch konzentrieren!” Ja, ich kann die Alp jetzt schmecken.

Die Ursprungsalp, duftende Kräuter

Mit Rosemarie hatte ich übrigens einen sehr schönen Abend zuvor: Die Mutter von Reinhard erzählt zwar ihren Enkeln gerne Märchen aus dem Wald – das macht sie sehr gut, wie ich gehört habe -, aber sonst “druckt sie keine G’schichteln”, ganz im Gegenteil, sie steht mitten im Leben, klar, freudig, offen und hell. Sie hat jeden Tag Besuch oben auf “ihrer Gunten”, vielfachen!

Was sich gestern in der Hochalp so zutrug:

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07
Jul.

Die Sonne lockt von Michael Kölbl , auf der Gemeine Finne

Hier kaum zu sehen, aber gewiss, sie sind da, die Paragleiter

Der sanfte Tourismus hat heute Hochbetrieb: Jede Menge Paragleiter kreisen über unseren Köpfen, aber ohne Teleobjektiv sind sie kaum abzulichten.

Vielleicht klappt’s von oben besser, denn gleich geht’s wieder hoch zur Gunten, diesmal geh ich aber alleine vor. Die Schneiders kommen dann abends nach und dann geht’s gemeinsam weiter zum “Rötler”. Langweilen werd ich mich derweil sicher nicht, denn oben wartet ja Rosemarie und die soll eine tolle Geschichtenerzählerin sein…

07
Jul.

Kein Kühlschrankgeschmack von Michael Kölbl , auf der Gemeine Finne

Alp-Butter im Wassertrog

Das Frühstück hat mir selten so gut geschmeckt wie hier oben. Neben der guten Luft macht die hausgemachte Alp-Butter ordentlich Appetit, sie schmeckt genauso vollmundig wie der Alp-Käse. Im Gegenteil zu den Fettwiesen im Tal grast das Vieh hier oben jede Menge duftender Kräuter – sucht sich diese auch selbst aus – von der Magerwiese. Diese hat zwar einen kleineren Futterwert, als jene Wiesen mit vorwiegend Gräsern im Tal, hab ich mir sagen lassen, sie bringt aber eine viel bessere Qualität und einen unverwechselbaren Geschmack und das stimmt.

Alp-Butter im Wassertrog

Die Alp-Butter im Wassertrog, so behält sie ihren würzig-feinen Geschmack am besten

Mit Reinhard hatte ich einige ausgedehnte Gespräche zum Thema Nachhaltigkeit und ursprüngliche Bewirtschaftung: Er steht für eine sanfte Landwirtschaft, eine, die die Natürlichkeit des Bodens erhält, bewahrt und schützt. Er verzichtet gänzlich auf Chemie, nützt stattdessen überliefertes Wissen und steht aber auch im regen Austausch mit Experten der alternativen Landwirtschaft, z.B. düngt er kaum mit Gülle, da diese die Regenwürmer tötet und wenn, dann nur dort wo es wirklich nötig ist und in einer besonderen Weise, sodass das Bodenleben erhalten bleibt, die Nährstoffe aber dennoch aufgeschlossen werden.
Alles sehr interessant, ich habe mir vorgenommen etwas Literatur dazu zu lesen – wenn ich wieder in Wien bin -, aber einige Tipps für meinen Garten in Kritzendorf habe ich schon erhalten :)

06
Jul.

Blogger leben gefährlich von Michael Kölbl , auf der Gemeine Finne

Frisches Wasser von der eigenen Quelle

Hier ist es schön, rauh und ursprünglich. Elektrischen Strom gibt es in der Hütte erst seit kurzem, dafür aber alpeigeine Wasserquellen, die auch für den Alp-Käse sehr wichtig sind. Familie Schneider hat 4 Kinder, die Landwirtschaft und somit ständig alle Hände voll zu tun. Abends, zum Sonnenuntergang, bleibt aber dennoch Zeit für gemütliches Beisammensein. Bei Schönwetter, hat man mir angeboten, gehen wir jedenfalls mal zum “Rötler” hoch, dem Sonnenuntergang huldigen. Das Problem an der Sache ist bloß, dass es nachher Finster ist – der “Rötler” liegt weiter oberhalb von der “Gunten”.

Meine häusliche Unterkunft ist übrigens so komfortabel wie die Familie herzlich und der Netzempfang zermürbend: Ich hab eine warme Kammer und ein gutes Bett, das Licht funktioniert – ich kann’s sogar von der Tür wie auch vom Bett aus bedienen – und werde hervorragend bekocht.

Ein paar Schnappschüsse von der Umgebung:

Zum Bloggen muss ich eine viertel Stunde hoch gehen, dann habe ich guten Netzempfang. Eben, beim Hochladen der Fotos löste sanftes Brummen jäh die schöne Stille ab: Nachbar Norbert kam mit dem Traktor näher, aber ich sah ihn nicht, zwischen uns lag ein kleiner Hügel, aber als zum Brummen das Zischen kam, hab ich doch lieber beide Beine und den Laptop unter die Arme genommen, beinahe wäre ich von Kopf bis Fuß gegüllt worden.

06
Jul.

Ich weiß was du heute Morgen getan hast: Gekäst. von Michael Kölbl , auf der Gemeine Finne

Ich beim ersten Alp-Käs-Sennen

Reinhard steht täglich um 5 Uhr munter im Stall zum Melken, danach und über einige Stunden hinweg werden die letzte Abendmilch und die morgens gemolkene gekäst. Keine Sorge, die Echtzeit habe ich im Video auf 10 Minuten gekürzt, aber die Ruhe und Besonnenheit des Schaffens ist, denke ich, trotzdem erhalten geblieben. Ich selbst durfte dann auch noch an den Kupferkessel, allerdings ist mein erster Alp-Käse nicht größer als eine Mozzarellakugel geraten, naja, war ja auch der zweite Durchzug, den ersten macht schon der Senn selbst, das ist unumstößlich.

Der Kessel fasst 350 Liter Milch und gebärt täglich einen Laib Alp-Käse, übrig bleibt Molke, die in manchen Sennereien auch weiterverarbeitet wird, zB. zur süßen Sennsuppe, die ich gestern beim Nachbarsenner verkosten durfte, sehr lecker, aber auch sehr eigenwillig im Geschmack – apropos Geschmack: “G’schmack” bezeichnet hier auch die oflaktorische Wahrnehmung, steht für den Geruch. Adaptiert für Wien könnte das dann so lauten: “I kann di net schmeckn.” Die Antwort: “I pflück da glei a Veilchen.”

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05
Jul.

Alles was du brauchst musst du tragen, jedenfalls 400m in die Höhe. von Michael Kölbl , auf der Gemeine Finne

Traumhafter Ausblick von der "Gunten"

Der Alpaufzug macht Spaß, jedenfalls zeitweise und mir: Vieh treiben, Schnappschüsse einfangen während die Ausreißer wieder zurückgeholt werden. Schmale Pfade in abschüssigem Terrain, jede Menge Geröll und viel Kuhmist, eine rutschige und nicht ungefährliche Partie! Das Jungvieh darf den Sommer nun ganz oben grasen, ich will diese Woche unbedingt nochmal hinauf, nicht nur wegen der phantastischen Natur, nein, auch um Rosemarie zu besuchen, die rüstige Alp-Omi der Schneiders. Sie verbringt diese Tage alleine da droben in einer heimeligen Hütte ohne Strom und passt auf, dass die Küh nur die besten Kräuter rupfen :)

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05
Jul.

Auf zur “Gunten” von Michael Kölbl , auf der Gemeine Finne

Die ursprüngliche "Gunten" liegt 400-550m oberhalb der "Gemeinen Finne", heute im Nebel.

Montag Morgen, 1100m Seehöhe. Die Strapazen der gestrigen Anreise sind zur Gänze vergessen, allein der grandiose Ausblick hier entschädigt sie vollauf. Die Familie Schneider hatte mich gestern sehr herzlich willkommen geheißen, ich durfte noch etwas Kraft schöpfen – siehe Video -, aber jetzt geht es gleich los mit dem Alpaufzug. Wir werden gleich ein paar hundert Meter hochsteigen um einen Teil des Jungvieh auf die “Gunten” zu führen, eine ursprüngliche Alp, also eine naturbelassene, für Traktoren und Maschinen unzugängliche. Reinhard (der Senn) sagt, er alleine würde das in einer viertel Stunde gehen, zusammen mit mir rechnet er aber mit einer vollen, wenn ich flott gehe.

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