Archiv für die Kategorie Erles Finne

08
Sep.

Das Bregenzerwälder Kettensägenmassaker von Simon Brugner , auf der Erles Finne

Durch das jährliche Holzfällen wird nicht nur verhindert dass die Weidefläche auf der Alp langsam zuwächst, sondern das Holz wird auch zum Heizen von Hütte und Senn-Kessel verwendet.

Christof und Norbert fällen jedes Jahr am Ende der Alpsaison zwischen 10 und 15 Bäume mit denen dann im darauffolgenden Jahr geheizt wird. Die Kettensäge leistet dabei gute Dienste.

So sieht es aus wenn Norbert einen Baum in die Knie zwingt:

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08
Sep.

Euterkunde von Simon Brugner , auf der Erles Finne

Bei Milchkühen spielt das Euter eine zentrale Rolle. Es ist das Organ in dem die Milch produziert wird. Und weil bei der landwirtschaftlichen Milchproduktion  und Käseherstellung alles von diesem Organ abhängt, erhält das Euter von den Bauern auch die dementsprechend Aufmerksamkeit.
Ein hochproduktives Euter ist aber nur die halbe Miete. Für Viehzüchter ist die das Aussehen des Euters genau so wichtig wie die Produktivität. Vor der Versteigerung am Montag standen kleine Grüppchen von Kaufinteressenten hinter den Kühen und begutachteten die Euter mit konzentrierten Blicken und prüfenden Griffen.

Aber welche Kriterien muss ein Euter erfüllen um dessen Trägerin zu einer potenziellen EUTER-GESAMTSIEGERIN bei einer Rinderschau zu machen (auch hier im Stall steht eine preisgekrönte Euter-Gesamtsiegerin)?

Das Euter darf nicht zu weit unten hängen – klein und prall ist besser als lang und lasch.
Die Beaderung des Euters soll deutlich sichtbar sein.
Die Striche (so nennt man die Zitzen der Kuh) müssen alle gleich lang sein und sollten leicht nach innen zeigen. Ebenfalls muss das vordere und hintere Paar auf der genau gleichen Linie liegen, und nicht etwa weiter außen oder innen.

Hier zwei Prachteuter aus dem Stall auf Erles Finne:

die schöne Vroni:

und die beim Fotoshooting etwas nervöse Annika:

mit dieser ausgeprägten Beaderung hat Annika wirklich keinen Grund nervös zu sein:

Sollte man bei der nächsten Wanderung an einer Kuhweide vorbeikommen, kann man mithilfe dieses kleinen Leitfadens seine eigene Euter-Gesamtsiegerin küren. Viel Spaß!

07
Sep.

624. Absatzveranstaltung von weiblichen Zuchttieren von Simon Brugner , auf der Erles Finne

Mein persönlicher Höhepunkt des gestrigen Tages war die 624. Absatzveranstaltung von weiblichen Zuchttieren in Dornbirn, durchgeführt vom Vorarlberger Braunviehzuchtverband.
Christof und ich haben uns um 7 Uhr morgens von der Alpe auf den Weg Richtung Dornbirn gemacht. Bei unserem Eintreffen war bereits viel los. Über 100 Stück Braunvieh standen dort zur Versteigerung bereit und konnten begutachtet werden. Dabei wurde natürlich ordentlich gefachsimpelt.

Zu Beginn wurden die Kälber versteigert. Hier die Versteigerung der vielversprechenden BRIGITTE, die um 800 Euro den Besitzer wechselte:

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Danach waren die “Großen” dran.

Derweilen Backstage warten die anderen Kühe bereits gespannt auf ihren großen Auftritt:

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Kuh Nummer 53, BERNA, hat es Christof besonders angetan. Sehr schöner Gesamteindruck und auch das Euter war fast perfekt (über die Euterlehre – welche Kriterien ein Euter zu erfüllen hat – werde ich in den kommenden Tagen noch genauer berichten). Christoph steigerte eifrig mit. Nach einem hitzigen Bietergefecht wurde es ihm aber bei 2280 Euro zu teuer und jemand anderer durfte die Prachtkuh BERNA für 2300 Euro mitheimnehmen.

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Wir fuhren also mit leeren Händen nach Hause, aber am 6. September findet bereits die nächste Versteigerung statt: “neue Absatzveranstaltung von weiblichen Zuchttieren, neues Glück”.

07
Sep.

Familie Wirth von Simon Brugner , auf der Erles Finne

Familie Wirth bewirtschaftet die Alp seit 31 Jahren. Jedes Jahr von Anfang Mai bis Mitte September übersiedeln Norbert (Vater), Brunhilde (Mutter) und Christof (Sohn) mit Tieren und Hausrat vom 11 Kilometer entfernten Hof in Andelsbuch auf die Alpe ERLES FINNE. Christof ist Jungbauer und wird Hof und Alpe später übernehmen. Seine zwei anderen Geschwister – Stefanie und Thomas – gehen einer festen Anstellung nach und kümmern sich während der Alpsaison um den Haushalt in Andelsbuch.

Norbert beim Kälble Füttern:

Brunhilde beim Sig Machen:

Christof beim Kühe Melken:

06
Sep.

Alp-Hund Benno von Simon Brugner , auf der Erles Finne

Kommt man auf die Alpe Erles Finne lernt man zuerst Hund Benno kennen. Kein Gast und Wanderer kann sich ungesehen der Alpe nähern. Der neunjährige, wohlgenährte Benno bemerkt jeden der auf die Alpe kommt bereits von weiter Entfernung und er hat nur eines im Sinne: SPIELEN!

Benno liebt nur ein Spiel: Steine fangen (NUR Steine fangen, Holz interessiert ihn überhaupt nicht). Er bringt einen Stein, legt ihn auf dem Schuh des von ihm ausgewählten Spielpartners ab und wartet bis dieser den Stein wirft. Benno fängt oder holt den Stein und legt ihn wieder auf dem Schuh ab. Das ganze wird so oft wiederholt bis der Steinewerfer aufgibt (es soll aber auch schon Leute gegeben haben die den Stein so oft geworfen haben bis Benno wegen Erschöpfung aufgeben musste).

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PS: Benno sitzt mit einem Stein im Mund neben mir in der Wiese während ich diesen Beitrag veröffentliche.

06
Sep.

Alpe Erles Finne von Simon Brugner , auf der Erles Finne

06:30 Uhr: Guten Morgen von der Alpe Erles Finne!

Seit mehr als einer Stunde ist Familie Wirth hier schon am ‘Schaffa’ – Vater Norbert steht am Kupferkessel und bereitet die Milch für die Käseproduktion vor. Sohn Christoph ist im Stall und melkt die Kühe. Mutter Brunhilde kümmert sich ums leibliche Wohl der Familie und tischt ein schmackhaftes Frühstück auf.

Der Alma Alp-Blog geht in die Endrunde. Heute beginnt die Berichterstattung von der letzten der zehn Alpen. In dieser Woche gibt es Geschichten rund um die Alpe der Familie Wirth und die hier lebenden 26 Kühe, 1 Stier, 3 Kälber, 1 Hund, 1 Ziege, 1 Katze und 10 Schweine (gestern waren es noch um 8 mehr, diese sind aber schon im Schweinehimmel/beim Metzger).

10
Jul.

Der Bulle von der Erles Finne von Michael Kölbl , auf der Erles Finne, Gemeine Finne

Nachbar Norbert hat Nachwuchs im Stall, einen kleinen Bullen, nach kurzer Zeit steht er bereits, noch etwas wackelig: