Es ist parodox, ein Alptag beginnt ganz früh und endet meist spät, und dennoch ist die Zeit viel zu schnell vergangen. Es ist Zeit Abschied zu nehmen von Alpe Ober Überlud. Günter, Frank, Andrea, Laurena, Alina und Emilian sind mir rasch ans Herz gewachsen und am Ende bleibt mir jetzt einfach nur “Danke” zu sagen. Danke für 4 wunderschöne Tage.
Schönen Sonntag Morgen von der Alpe Ober Überlud! Heute wird der Frage nachgeangen, welche Auswirkung das Radioprogramm auf die Milchqualität hat. Und so klärt sich auch auf, warum die Milch von Frank und Günter gar so gut schmeckt
Rechtliche Anmerkung zum Video: Bei diesem Video sind weder Mensch noch Tier zu Schaden gekommen. Alle Beteiligten in diesem Video haben freiwillig mitgemacht und wurden nicht von mir gezwungen.
Rupp hat vom Käs das beste Eck - doch Schwab war leider weg
Heute nachmittag war ich 4 1/2 Stunden unterwegs auf die Biberacher Hütte und wieder retour.
Bin erst um 14h weg, daher war mit Schneckentempo heute nichts mehr zu machen
Nebel des Grauens zog auch noch auf:
Nicht ungefährlichwaren auch die kilometerlangen Gletscherfelder
Es gab aber auch Wegweiser, die mir sehr gefallen haben. Man beachte die Zeitangabe.
Der Hüttenaufenthalt war dann so kurz wie dieses Video:
Diese Foto und Videobeweise waren mir jetzt sehr wichtig, denn kaum auf der Alpe Ober Überlud angekommen, habe ich von Günter und Frank erfahren, dass am Nachmittag der Vorstandsvorsitzende von Rupp, Dr. Josef Rupp, und auch sein Marketingleiter Thomas Nussbaumer mit seinen beiden Söhnen da war, um nachzusehen, wie es mir so geht. Meine Herren, es gibt mich wirklich hier auf der Alp, ich war echt nur 4 1/2 Stunden weg Und ja danke für den Besuch auf jeden Fall!
Abschließend zu heute möchte ich noch dem Mann mit dem coolsten Vornamen von Bludenz bis Nebraska zu seinem heutigen Geburtstag gratulieren. “Unser” Ehrenfried wird heute 66 und wir werden ein Stiftle auf ihn trinken. Und weil ich schon dabei bin, herzliche Geburtstagsgrüße auch ins heimatliche Lavanttal an meine Taufpatin und Tante Helga. Ich glaube, damit habe ich mich nun heimlich als Moderator für das “Radio Vorarlberg – Wunschkonzert” beworben. Also wünsch ich allen die heute Geburtstag und Nícht-Geburtstag haben eine Gute Nacht von der Alp!
Irgendwo hier drinnen muss der Fisch sein. Sepp Schnorcher deckt auf.
Kühe, Schweine, Hunde, Katzen, Hühner … das sind und wären alles Tiere, welche man auf einer Alp erwartet. Aber auf einer Alp gibt es auch Fische und sie werden täglich gefangen. Solche Kuriositäten kann nur einer aufklären, Sepp Schnorcher.
Frank und ich sind unterwegs, um die Rinderherde auf die Weide zu bringen. Während Frank ganz vorne alles unter Kontrolle hat, versuche ich mich am anderen Ende mehr oder weniger erfolgreich als “Kuhflüsterer”
Wir haben unseren ganzen I-Kuh eingesetzt, um eine Euterei auf der Bounty zu verhindern. Aber Frank und ein bisschen ich haben es am Ende geschafft, die Kühe stehen auf einer herrlichen Weide oder um es anders zu formulieren, das letzte Mal haben Bullen bei Paris Hilton ein so tolles Gras vorgefunden. (Anmerkung: ja ich weiß, es sind keine Bullen dabei, aber es wäre schade um den Gag gewesen)
“Ein perfekter Alp Tag ist heute, kein Regen und kaum Sonne, da grasen die Kühe am besten” verrät mir Frank. Es ist also heute sein Lieblingswetter, dementsprechend gut gelaunt werden die Kühe aus dem Stall getrieben. Mich hat er dazu als Helfer auserkoren. Ob das Franks gute Laune nicht doch noch verderben könnte?
Wie heißt ein alter Spruch: “Eine Kuh macht Muh, viele Küche machen Mühe”
Werden wir die Kühe auf die Weide bringen? Der “Rinderwahnsinn” geht in Kürze weiter
Schwein oder nicht Schwein - das ist hier die Frage!
Andrea hat mich heute mit einheimischen Spezialitäten verwöhnt. Zum Frühstück gabs Riebel und zu Mittag die Nationalspeise Käsknöpfle (beide Rezepte im übrigen auf der Kochbuch-Seite). Hervorragende und noch dazu vegetarische Kost. Es muss nämlich nicht immer Fleisch sein, für diese Erkenntnis braucht man nicht unbedingt den neuen Sachbuchbestseller “Tiere essen” von Jonathan Safran Foer lesen, sondern ein Besuch hier auf der Alp tut es auch. Die Kühe und die Schweine sind hier einfach selbstverständlicher Teil des Zusammenlebens. Nicht selten blickt beim bloggen eine Kuh zum Fenster rein, nicht selten hör ich beim Video hochladen ein Schwein grunzen. Doch ungerecht ist das Leben auch in der Tierwelt, während die Kühe geschmückt in der kommenden Woche einen feierlichen Almabtrieb haben werden, kommt für die Schweine heute in der Nacht ein schlichter Transporter und führt sie dorthin, wo noch kein Schwein je wiedergekehrt ist. Obwohl die Alpenschweine ein wirklich saugutes Fleisch ergeben, ist es hier für mich moralisch schwieriger ans Fleischessen zu denken, als zum Beispiel vor der Wursttheke beim Supermarkt. Aber irgendwo her muss das Wiener Schnitzel ja kommen, und hier haben die Schweine wenigstens einen wirklich guten Sommer gehabt, das kann ja auch nicht jeder von sich behaupten. Um mit solchen Gedanken besser klar zu kommen, wurde uns der Humor geschenkt, daher ist zu Verabschiedung der Schweine auch “Sepp Schnorcher” hingegangen, ich persönlich hätte das nicht geschafft.
Am Nachmittag ging es noch ein paar Höhenmeter weiter rauf. Günter reinigte den Hoch-Stall. In diesem haben die Kühe im Hochsommer für 6 Wochen ihre Heimat
Frank wurden im Sommer auch einige Steine in den Weg gelegt. Die wurden heute weggeräumt.
Für den Abtransport waren dann Alina und Laurena verantwortlich. Keine Sorge, gefahren ist eh die “Ältere”
und so herrlich war und ist das Panorama heute Nachmittag
und beim Spaziergang rauschte auch noch der Wildbach
Mittlerweile ist es hier auf Ober Überlud taghell geworden, aber es ist noch immer richtig früh. Die Kühe hier machen den Eindruck, als möchten sie auch gerne bis 9 Uhr schlafen. Aber wieso sollten sie es besser haben als ich?;-) Gemolken sind sie schon, jetzt wird sie Frank gleich auf ihre Weide bringen. Währenddessen macht sich Günther vom Stall wieder auf in die Senn. Meine Theorie, die Käseproduktion könnte doch ruhig erst am späten Vormittag beginnen, hält dem Praxistest nicht stand.