Archiv für die Kategorie Wurzach

13
Jul.

Revival, Woche #2 auf Wurzach: Wir machen Musik! von , auf der Talstation, Wurzach

Thomas Franz-Riegler bezwang in der 2. Alp-Blog Woche auf Wurzach auch die Kanisfluh!

Thomas Franz-Riegler aus dem Mostviertel wurde die Ehre zu Teil, die zweite Alp-Blog-Woche auf der Alpe Wurzach am Fuße der Kanisfluh bei Familie Bischof zu absolvieren. Damit kam Musik ins Spiel und … a little star was born!

Die seit über 200 Jahren bestehende Alpe Wurzach liegt auf 1622 Metern am Fuß der Kanisfluh, des markantesten Gipfels im Bregenzerwald. Sie wird seit 1979 von der Familie Bischof aus Schwarzenberg bewirtschaftet, aktuell von Senner Markus und seiner Frau Elisabeth. Bewirtschaftet auch insofern, als dass viele Wanderer vorbeikommen und mit Speis und Trank versorgt werden. 2015 ist das weniger der Fall, weil der Lift, der quasi als Zubringer dient, zwecks Erneuerung außer Betrieb ist. 2010 hatten die Bischofs Besuch vom Mostviertler Thomas Franz-Riegler, seines Zeichens Musikus mit kabarettistischen Zügen.

Optisch ist die Alphütte markant, quasi ein wuchtiger Alpbungalow mit vorgelagertem Schanigarten. Innen dominiert die Sennküche, die man auch von einer Galerie aus der Vogelperspektive betrachten kann. Darin sind zwei Kessel, weil zu Saisonbeginn auf Wurzach vier Laibe gekäst werden. Die Familie Bischof stammt aus dem weit entfernten Schwarzenberg. Dort musste mittlerweile auch Monika, Mutter des Senners, bleiben, weil sie gesundheitlich nicht mehr in der Lage ist, den anstrengenden Dienst auf der Alp zu versehen. 2010 war sie noch omnipräsent. Und mit mir auch ihre Enkel, Johannes und Martin.

Johannes, die kleine „Rampensau“

Vor allem Johannes konnte sich vor fünf Jahren des Öfteren in Szene setzen. Nachdem Thomas seine Blog-Woche ganz brav mit der Vorstellung der Tiere auf der Alp begonnen hatte, schwenkte er kurze Zeit später auf eine besondere Spezies um: die „Rampensau“. Solch eine war nämlich der kleine Johannes. Es begann damit, dass er einen Frosch küsste. Dann erläuterte er akribisch die Zubereitung des „Spezialkaffees“ um schließlich im „Schotterbad“ (Schotter = Molke) gemütlich sein Joghurt zu schlürfen .

Wir machen Musik!

Thomas hat sich aber auch selbst ins Zeug gelegt. Einen Hang hat er extra mitgenommen, um damit meditative Klänge vor dem Alpkreuz zu produzieren. Und in der Sennküche hat er kurzerhand das Inventar zum Schlagwerken genutzt.

Selbst Details sind im aufgefallen. So erspähte er das Autogramm eines namhaften Kollegen, der ein Jahr zuvor der Alp einen Besuch abstattete: Hansi Hinterseer. Und es gelang ihm, recht frühzeitig den Sommerhit 2010 zu identifizieren. In der Sennküche hat Thomas auch zum ersten Mal eine lokale Band im Radio gehört, deren Nummer sich die Kinder auf Wurzach gewünscht hatten: HMBC. „Vo Mello bis ge Schoppornou“ drang aus dem Lautsprecher und in der Folge bis Platz 2 der Hitparade vor. Nicht alle haben freilich gleich verstanden, was gesungen wurde. Wir haben aber auch eine Version um selbst mitzusingen!

Die akustische Fixierung führte auch zur Dokumentation eines Mundartgedichtes und zum lustigen Mundartbegrifferaten: Gegagogabolla und Gadaladalällar waren gefragt (Link für Neugierige). Es sah auch so aus, als ob Thomas stets T-Shirts mit Dialektsprüchen trug.

Auch über Religion und bildende Kunst wurde berichtet: Einerseits berichtete Thomas über die Alp-Benediktion, andererseits traf er am Weg zur Kanisfluh auf den lebensgroßen Eisenabguss eines Menschen, einer von 100 Skulpturen, die im Zuge der Aktion „Horizon Field“ des Künstlers Antony Gormley aufgestellt wurden.

Käse und Medien

Natürlich wurden die wesentlichen Dinge nicht vergessen: Auch Thomas durfte sich im Käse-Fischen üben, berichtete über die Verwendung von Kälbermagen und klärt uns auf, was Käsewürmer sind.

Und auch Thomas erhielt Besuch von den Medien zur möglichst großen Verbreitung der frohen Alpbotschaft: einerseits war der Kurier zu Gast, andererseits berichtete Radio Energy mit einem dreiköpfigen Team jeden Morgen von der Alp.

Und heute?

Mittlerweile sind die Jungs groß. Johannes haben es exotische Tiere angetan, die er akribisch erforscht. Noch immer ist er, wie seine Eltern stolz berichten, voll da, wenn eine Kamera auf ihn gerichtet wird, so zuletzt beim Alpabtrieb 2014. 2011 haben die Jungs ein Schwesterchen bekommen, Anna. Und 2013 war Thomas nochmal zu Besuch.

Thomas ist sehr umtriebig mit seiner Musik. Mittlerweile hat er auch Philipp Lingg, den Ex-HMBC-Frontman kennengelernt, der sich als Fan seines Blogs geoutet hat. Details zu seinen Aktivitäten gibt es auf seiner Homepage. Am 9. Juli erschien „Freistott“, die erste Single aus seiner neuen CD, die am 18. September erscheint. Und exakt eine Woche später gibt es Thomas dann „live in concert“ mit mit Sabine Stieger in Schruns. Aber natürlich kann Euch das Thomas selbst auch sagen:

Nächste Woche (20.07.2015) geht es ins Große Walsertal auf die Alpe Steris!

17
Jul.

Letzter Abend auf der Alpe von , auf der Wurzach

Schön war sie, diese Woche. Anstrengend auch, wenig Schlaf für mich, aber ein tolles Abenteuer.

Heute abend zogen wieder Gewitterwolken auf und ich versuchte mir vorzustellen, wie es denn gewesen wäre, wenn die ganze Woche Nebel und Regen um die Hütte gezogen wären. Da würde ich nichts von der Gegend kennengelernt haben.

Und jetzt möchte ich euch noch 2 Musikstücke hinterlassen. Einmal  ein Lied von einer Vorarlberger Gruppe (aus Mellau), das ich diese oft in der Sennküche im Radio gehört habe.

Und zum Abschluss noch Hang-Musik von mir!

17
Jul.

Alles in Butter von , auf der Kochbuch-Seite, Wurzach

Jetzt wird das Wetter schlechter!

Alle 2 bis 3 Tage wird auf der Alpe Wurzach auch Butter gemacht. Und heute war wieder Butter-Tag. Wie das dann ausschaut, wenn ich in weißer Schürze und mit eleganter Mütze Butter in die Form knete, seht ihr hier:

17
Jul.

Vokabelrätselslösung von , auf der Wurzach

Ich werde mal versuchen, die Wörter schriftlich zu erfassen, die Elisa da gesagt hat.

Das erste war:´

Gegagogabulla

und bedeutet Anti (Gega) Baby (Goga) Pille (Bulla).

Das zweite Wort beschreibt das kleine Metallding ( im  Bild unten ) beim Schlafzimmerfenster der Eltern.

Gadeladelella

Übersetzt eigentlich: Gade (Eltern) lade (Fensterladen) lella (Zunge)

17
Jul.

Wellness auf Vorarlbergerisch von , auf der Wurzach

Johannes

Jaja, manche Leute zahlen viel Geld dafür, in Molke oder Eselsmilch baden zu können. Für unseren kleinen Blog-Star Johannes ist das ganz alltäglich. Eine wohlverdiente Wohltat nach der harten Arbeit!

17
Jul.

Und so klingt das dann im Fluß von , auf der Wurzach

Monika hat mir ein Gedicht vorgetragen. Ich verstand nix! Gar nix!

Zum Glück erklärt sie das hinterher!

17
Jul.

Vokabeltraining von , auf der Wurzach

Nach dem Sonnenuntergang gehts los...

Morgen kommt ja Wolfgang nach Vorarlberg. Und da möchte ich ihn natürlich so gut wie möglich unterstützen.

Deshalb widme ich mich an meinem vorletzten Tag auf der Alp dem vorarlberger Dialekt.

Ich habe 2 Wörter von Elisa aufgenommen und bitte euch, mir zu sagen was sie bedeuten. Natürlich sind Vorarlberger von der Teilnahme ausgeschlossen, gell!

Und dann wollte ich noch die nächtliche Geräuschkulisse für euch aufnehmen, weil ja da die ganze Nacht die Kuhglocken läuten. Nur heute Nacht hat das nicht so ganz funktioniert, wie man hier deutlich hören kann…

16
Jul.

Danksagung von , auf der Wurzach

Kühler Gebirgsbach ist angenehm!

Ich hatte noch die Gelegenheit eine kleine Abendwanderung zu machen. Ich ging runter zur Alpe Kanis und dann den kleinen Bach entlang bis zum Wasserfall (etwas gruselig da kurz vorm Abgrund zu stehen).

Und da fiel mir wieder mal auf, wie schön die Natur doch ist und wie da alles seinen Platz gefunden hat.

Und drum möchte mich mich jetzt auch bedanken. Nämlich bei den unzähligen Wanderern und Mountainbikern die oft sehr viel Jause und Getränke mit auf den Berg nehmen, aber auch wieder alles übriggebliebene mit ins Tal nehmen. Manchmal sogar mehr, weil sie auf der Alpe guten, ursprungsgeschützten Vorarlberger Alpkäse gekauft haben.

Und nicht wie der oder die eine, die unten beim Bach diese extrem schwere Alu-Dose einfach liegen gelassen hat.

Meistens ist es ganz einfach, seine Umwelt sauber und gesund zu halten. Es geht nicht immer darum, eine große Stahlglocke über ein undichtes Bohrloch zu stülpen!

Und hier meine Eindrück rund um die Alpe Wurzach:

16
Jul.

Des Rätsels Lösung von , auf der Wurzach

Die Kälbermagenstreifen

Eine richtige Antwort gab es, und zwar von Bernhard Zainer.

Der Topf enthält in Streifen geschnitten Kälbermagen, welcher mit Molke mehrere Stunden im Brutkasten verbleibt.

Anschließend werden die Streifen herausgenommen (der Hund Charly liebt sie….) und die Flüssigkeit wird (verdünnt) bei der Käseherstellung für die Gerinnung der Milch eingesetzt.

Ein Magen vor dem Zerschneiden schaut dann so aus:

16
Jul.

Sundown music von , auf der Wurzach

Wurzach vor Sonnenuntergang

Gestern machte ich nicht in der Sennküche Musik sondern vor der Kapelle während des Sonnenuntergangs.

Da wo ich musizierte waren zuvor die Kälber, die mussten wir jedoch in den Stall bringen weil sie sich anscheinend von der Musik magisch angezogen fühlten. (Oder von mir?)

Viel Spaß damit!

Übrigens: Das Instrument heißt “Hang” und kommt aus der Schweiz.